Herzlich Willkommen bei René Avold, Maler

Liebe Besucher,

 

Maler wollen nichts sagen. Sie wollen etwas zeigen. In erster Linie, was sie können.


Das werden Sie gleich sehen.


Zum Thema der Ausstellung muss ich aber schon etwas sagen: „Die Rückkehr des Menschen in der Malerei“. In der Kunstgeschichte endet die „Moderne“ um 1950, 1955, Dix, Beckmann, Picasso, Hopper waren schon vorbei. Es blieb ein Stuhl mit Fett und eine schmutzige Badewanne (Beuys). Die Kunst war ad absurdum geführt. Davon hat sie sich bis heute nicht recht erholt!

 

Überraschend folgten aber doch Maler, die den Menschen zurückbrachten, in Deutschland vorwiegend aus dem Osten: Tübke, Heisig, Gerhard Richter, jetzt der berühmteste und teuerste deutsche Maler, und Neo Rauch, Heisigs Schüler in Leipzig. In seinen großformatigen Bildern erscheint der Mensch als Traumfigur, sie sollen „die Fortsetzung des Traumes mit den Mitteln der Malerei“ sein.

Und was soll der Mensch in meinen Bildern?

 

Er ist dargestellt in seiner Spontaneität, beobachtet in seiner Realität, in seinem Witz und seiner Skurrilität, gemäß dem Wort von Dostojewski: „Nichts ist phantastischer als die Wirklichkeit!“ Aber nota bene: „Realismus sind nicht die wirklichen Dinge, sondern die Dinge, wie sie wirklich sind“. (Zitat: Berthold Brecht)

 

Alle meine Bilder stehen in direktem Bezug zur Geschichte der Malerei.
Dies möchte ich Ihnen kurz an einem Bild erläutern, an Tattoo. Hier hatte ich als Figur nur den Tätowierer, nicht aber die junge Frau. Hierfür fand ich eine mögliche Figur auf einem kleinen Tafelbild von 35 cm Größe von Adriaen Brouwer aus der klassischen holländischen Periode um 1640: Einem jungen Mann wird von einem Dorfchirurgen ein Abszess am Rücken eröffnet. Auf meinem Bild mutiert dieser junge Mann zu einer Frau. Es ist ein Zitat, wie in der Literatur, keine Kopie.

Lassen Sie mich noch zum Schluß auf die kleinen Personenbildnisse eingehen.
Hier höre ich oft: “Aber ich weiß ja nicht, wer das ist!“

 

Nun, von Leonardos Mona Lisa wissen Sie auch nicht, wer das ist und dennoch hätten Sie das Bild gerne in Ihrem Wohnzimmer. Mona Lisa hieß diese Person nie, auch nicht Ginevra Benci. Vielleicht hat Siegmund Freud recht, der schrieb, dass dieses Gesicht, dieses Lächeln, das noch in anderen Bildern Leonardos erscheint, sein inneres Bild seiner Mutter war, von derer mit fünf Jahren getrennt wurde.

 

Es ist also vollkommen egal, wen das Bildnis darstellt, Sie können es ruhig erwerben, es ist noch billiger als Mona Lisa, aber auch sehr sorgfältig in vielen Schichten und Lasuren aufgebaut. Es wird Sie - pfleglich behandelt - 400 Jahre erfreuen!


 

Sie suchen ein tolles Kunstwerk für Zuhause oder Ihre Geschäftsräume? Einen Überblick über meine aktuellen Arbeiten finden Sie auf der Seite Werke oder fragen Sie direkt bei mir an. Ich freue mich auf Sie!